Bundestagsabgeordneter Peter Heidt (FDP): „Kein Verbot von Kunstrasenplätzen!“ – Antrittsbesuch als Abgeordneter bei Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak

20. August 2019

Seit 1. Juli diesen Jahres sitzt Peter Heidt für die Freien Demokraten im Deutschen Bundestag. Trotz der bundespolitischen Verantwortung, die mit dieser Aufgabe verbunden ist, ist es dem Bad Nauheimer besonders wichtig, sich auch für die Belange seiner Heimatregion einzusetzen. „Ich habe oft das Gefühl, dass die Interessen der Regionen im politischen Berlin zu wenig Beachtung finden“, fasst Heidt seine Erfahrungen der ersten Wochen als Bundestagsabgeordneter zusammen. Daher informierte er sich im Gespräch mit dem Friedberger Bürgermeister Dirk Antkowiak über die aktuellen Themen in der Kreisstadt. Unterstützt wurde der neue Bundestagsabgeordnete, der auch weiterhin die Wetterauer Kreistagsfraktion der FDP anführen wird, von Dr. Markus Schmidt, Stellvertretender Vorsitzender der Freien Demokraten in Friedberg und Europabeauftragter im Wetterauer Kreisvorstand.

(Das Foto zeigt von links nach rechts: Peter Heidt, Dirk Antkowiak, Dr. Markus Schmidt.)

Thematisch stand das ab 2022 drohende EU-Verbot von Kunstrasenplätzen im Mittelpunkt des Treffens. Bürgermeister Antkowiak klagte insbesondere über die unsichere Rechtslage, da nicht feststehe, was mit vor dem Jahr 2022 angelegten Kunstrasenplätzen passieren solle. „Die finanziellen Mittel zum Bau eines Kunstrasenplatzes im Stadtteil Fauerbach sind fest eingeplant,“ so der Friedberger Rathauschef. „Wir fürchten jedoch, dass der nun zu bauende Platz in wenigen Jahren verboten und unter Inkaufnahme weiterer hoher Kosten entsorgt werden muss.“

Peter Heidt, der Mitglied im Sportausschuss des Bundestages ist und auch dem VfB Friedberg vorsteht, kennt die Problematik des drohenden Kunstrasenverbots aus der eigenen politischen und vereinsinternen Arbeit. „Das Verbot bedroht den Spiel- und Trainingsbetrieb gerade im Breitensport erheblich“, so Heidt. „Im Sportausschuss des Bundestages arbeiten wir daher daran, hier eine für alle Seiten verträgliche Lösung zu finden.“

„Es ist völlig klar, dass auf Plastik verzichtet werden sollte, wo immer dies sinnvoll ist und Alternativen zur Verfügung stehen“ ergänzt der der Stellvertretende Vorsitzende Friedberger FDP und Europabeauftragte der Kreis-FDP, Dr. Markus A. Schmidt. „Die EU droht aber, hier über‘s Ziel hinauszuschießen. Das mindeste, das wir brauchen, ist ein Bestandsschutz bestehende und sich aktuell in der Planung befindliche Kunstrasenplätze“, so der Stellvertretende Vorsitzende der Friedberger FDP weiter. „In Fauerbach hängt daran auch die Zukunft des wichtigen Vereins FC Olympia Fauerbach.“

Neben den sportlichen Themen erörterten Heidt und Antkowiak noch Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit. Hier sehen Bürgermeister Antkowiak und der auch weiterhin in der FDP-Fraktion im Bad Nauheimer Stadtparlament aktive Heidt Chancen für beide Städte. Und schließlich kamen auch Herausforderungen aktueller Veranstaltungen der Kreis- und der Kurstadt zur Sprache. Zum Abschluss zogen alle Beteiligten ein sehr positives Fazit des Treffens. „Solche Gespräche sind wichtig, damit ich mich in Berlin für die Interessen der Wetterau stark machen kann“, fasste Peter Heidt das Gespräch zusammen.