Achim Güssgen-Ackva: „Die Bücherzelle am Europaplatz ist kein Abladeplatz für Altpapier und Hausmüll.“ – Aufforderung zu mehr Disziplin und Sauberkeit

30. März 2020

„Offenbar nutzt der eine oder andere die durch Corona verursachte Zwangspause zuhause zum Ausmisten. Dabei sollte allerdings eins bedacht werden: „Die Bücherzelle am Europaplatz ist kein Abladeplatz für Altpapier und Hausmüll. Außerdem muss auch auf Sauberkeit und ein wenig Ordnung geachtet werden.“ Diese Feststellung traf der Fraktionsvorsitzende der FDP, Achim Güssgen-Ackva, nachdem er sowohl am Sonntag als auch am Montag feststellen musste, dass die Bücherzelle sich aktuell in schlechtem Zustand befindet. „Die Fraktion der FDP hat die Pflege und Säuberung des Buchumtauschplatzes übernommen und wir machen das sehr gerne. Vor allem der ehrenamtliche Stadtrat Siegfried Köppl ist hier sehr aktiv. Wir müssen aber feststellen, dass es gerade in den letzten Tagen immer wieder zu Auswüchsen gekommen ist“, so Güssgen-Ackva. Er appellierte an die Nutzer, dass einige Regeln zu beachten seien. „Wenn die Regale voll sind, dann sind sie voll, dann muss man seine Sachen einfach wieder mitnehmen und später noch einmal kommen.“ Keinesfalls solle man einfach einen Karton auf den Boden abstellen. Das rege nur dazu an, dass Müll dort hineingeworfen werde. „Es gibt dabei auch besonders ‚kluge‘ Zeitgenossen, die einfach zu faul sind, um die Bücher ordentlich ins Regal einzusetzen und meinen, dass es mit dem Abstellen der Kiste getan sei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Besonders ärgerlich ist auch, dass es Leute gibt, die für eigene Sachen Platz schaffen, indem sie einige Bücher einfach in den nahegelegenen Müllbehälter werfen. Oder sie werfen Dinge in den Müll, die sie für uninteressant halten“, so Güssgen-Ackva. Beides sei so aber nicht vorgesehen. Es gibt immer einmal wieder Zeiten, in denen es ein größeres Angebot gibt und dann auch wieder Zeiten, in denen das Angebot mager ist. Bislang hat sich das immer ganz gut eingespielt und es gab keine besonderen Probleme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Güssgen-Ackva berichtete, dass er am Sonntag einen Karton mit Altpapier abtransportiert habe („Darunter waren völlig abgegriffene und gefledderte Illustrierte.“) Am Montag fand er besonders ärgerlich, dass neben schon wieder abgelegtem Altpapier ein Scrabble-Spiel „von irgendeinem Vollpfosten ausgekippt worden ist.“ Auch die uralten VHS-Kassetten seien „wohl kaum als eine Spende anzusehen, sondern sind eher ein billiger Versuch, Altmüll auf einfache Weise zu entsorgen.“ Letztens habe er z. B. einen alten Wandspiegel in der Zelle entdeckt.

Wenn sich die Situation nicht bessert, will Güssgen-Ackva der Verwaltung vorschlagen, dass die Zelle solange geschlossen wird, bis alle Läden etc. wieder öffnen dürfen. Das treffe zwar wie immer die Falschen, „nämlich diejenigen, die gerne lesen und sich kostenlos Bücher besorgen können.“ Er hoffe, dass es nicht soweit kommen müsse und appelliert an die Mitbürger, sich disziplinierter zu verhalten. „Aber bei manchen schlägt Corona offenbar doch aufs Hirn.“